Traditionell begeht der Löschzug Pulheim der Feuerwehr Pulheim seinen Kameradschaftsabend mit Ehrungen und Beförderungen von Mitgliedern, wirft einen Blick auf das vergangene als auch das kommende Jahr und lässt es sich nicht nehmen, die erbrachten Verdienste gebührend in dieser Jahresabschlussveranstaltung zu feiern.
Bevor der Löschzugführer Wendelin Polich mit seiner Rede im festlich und viel Liebe dekorierten Feuerwehrhaus beginnen konnte, durfte er am Samstagabend (13.12.), neben den Mitgliedern und Jubilaren seines Löschzuges weitere zahlreiche Gäste begrüßen. So folgten der Einladung der stellvertretende Bürgermeister und zahlreiche Mitglieder aus Rat und Verwaltung Ebenso fanden sich auf der illustren Gästeliste Vertreter aus der Feuerwehrspitze des Rhein-Erft-Kreises und der Stadt Pulheim, wie den stellvertretenden Kreisbrandmeister und dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr mit seinen Führungskräften der weiteren Pulheimer Löschzüge.
Polich, der das Amt des Löschzugführers vor einem Jahr mit ebenfalls neuen Vertretern übernommen hatte, dankte seinen Vorgängern Stadtbrandinspektor Pascal Porzig und seinem Stellvertreter Bastian Matthias für die Unterstützung und Ratschläge im vergangenen Jahr. Er dankte Bürgermeister, Rat und Verwaltung für die erfolgten Gespräche und die Investitionsbereitschaft in Ausrüstung und neue Gebäude im Sinne der Sicherheit der Pulheimer Bürger. Seine Anerkennung galt im Besonderen aber auch den Mitgliedern des Löschzuges, die sich in vielen Stunden in Projekt- und Arbeitsgruppen sowie bei Fortbildungen um die vielen Belange eines gut funktionierenden Löschzugs gekümmert haben. So ist man in diesem Jahr bisher zu 84 Einsätzen im Stadtgebiet, aber auch zur Unterstützung bei Nachbarwehren ausgerückt. Hierbei sind insbesondere ein massiver Dachstuhlbrand, der einer Familie das Hab und Gut am ersten Weihnachtsfeiertag des Vorjahres nahm, als auch ein umgestürzter Baukran, der die Mitglieder der Feuerwehr im Sommer für viele Stunden beanspruchte, zu benennen.
„Um diese wichtige Arbeit leisten zu können“, so Polich, „müssen die Rahmenbedingungen stimmen“ und plädiert bei der Auswahl des neuen Standortes des Feuerwehrhauses für den freiwilligen Löschzug, nicht „an den Stadtrand verbannt zu werden“. Er appelliert an Rat und Verwaltung, das neue Feuerwehrhaus nicht auf einem Feld zwischen zwei Ortschaften anzusiedeln, sondern im Ort, „oder zumindest sehr nah daran“. Nur so lasse sich ein zeitnahes Ausrücken im Sinne der in Not befindlichen Bürgerinnen und Bürger ermöglichen.
Zum Abschluss seiner Rede und vor Übergabe des Mikrofons an den stellvertretenden Bürgermeisters Elmar Brix, bedankte sich Polich noch beim scheidenden Leiter der Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Tim Schweren, der am heutigen Abend nicht anwesend sein konnte und bei seinem Stellvertreter Paul-Josef Kremer, für deren langjähriges Engagement für die Feuerwehr Pulheim.
In seiner Ansprache dankte Brix den Feuerwehrleuten für deren Engagement und überbrachte die Grüße des Bürgermeisters, der an diesem Abend nicht persönlich anwesend sein konnte. Er dankte im Namen von Rat und Verwaltung für den steten Einsatz der Aktiven und schloss in den Dank auch deren Familien mit ein. Im Anschluss nahm er im Namen der Landesregierung die Ehrungen für langjährige Mitglieder vor. Bei der Ehrung beider Kameraden stellte er diese mit deren persönlichen Werdegang in der Feuerwehr vor und lobte das langjährige Engagement. Für 35 Jahre aktive Dienstzeit wurde Daniel Oliviero mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold und Meinhard Kutzner für 50 Jahre mit dem Ehrenzeichen in Gold mit Goldkranz unter dem Applaus der Anwesenden ausgezeichnet.
Weitere Ehrungen wurden vom stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Pulheim, Stadtbrandinspektor Paul-Josef Kremer, durchgeführt. Zunächst gab auch er einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr und den sich veränderten Anforderungen an Ausbildung und Material. Hier benannte er die in den letzten Monaten installierte und weiter ausgebaute Hygieneeinheit, die durch den Löschzug Pulheim betrieben wird und für das gesamte Stadtgebiet zuständig ist. Deren Aufgabe ist eine sachgerechte Übernahme von Einsatzkleidung und -mitteln nach Brandeinsätzen, um somit eine Verschleppung kontaminierter Kleidung und Ausrüstung zum Gesundheitsschutz der eingesetzten Kräfte zu verhindern und einer fachgerechten Reinigung zuzuführen.
Weiter sah er in der Anschaffung einer Löschlanze zur Bekämpfung von brennenden Batterieeinheiten in Elektrofahrzeugen eine Chance, im gesamten Stadtgebiet für solche Brände gewappnet zu sein. Beide Anschaffungen sind mit einem hohen Zeitaufwand für Planungen und einer ergänzenden Ausbildung der Feuerwehrkräfte verbunden und bedeuten einen hohen persönlichen Zeitaufwand für alle Beteiligten.
In seiner Rede dankte auch er dem Leiter der Feuerwehr Tim Schweren und dem Wachleiter, Brandamtsrat Frank Blankenstein, für die lange und fruchtbare Zusammenarbeit.
Bei der nun folgenden Ehrung gratulierte Kremer dem stellvertretenden Pressesprecher Hauptbrandmeister Marcus Lechner für eine 40-jährige aktive und ehrenamtliche Dienstzeit in der Feuerwehr, wobei er in seiner Laudatio den persönlichen Werdegang des Geehrten auch noch mit einer persönlichen Anekdote ergänzen konnte. Als weitere besondere Ehrung sollte Heinz Alexius für seine 75-jährige Dienstzeit ausgezeichnet werden, der aber an diesem Abend nicht persönlich anwesend sein konnte.
Es folgten die Beförderungen, wobei Kai Krechel zum Feuerwehrmann, Michel Dornhege, Tobias Hanisch und Luca Oppelt zu Oberfeuerwehrmännern, Kai-Kevin Broszio zum Hauptfeuerwehrmann, Julian Koch zum Unterbrandmeister, Timo Fürstenberg, Martin Herzog und Marvin Schäfer zu Oberbrandmeistern, Pascal Kleinofen zum Hauptbrandmeister, Christian Remacly zum Brandinspektor und Bastian Matthias als auch Wendelin Polich zu Brandoberinspektoren durch Kremer ernannt wurden. Fredy Boon wechselt altersbedingt aus der aktiven Wehr in die Unterstützungseinheit. Die Funktion eines weiteren, zweiten Sicherheitsbeauftragten übernimmt Unterbrandmeister Lutz Klören und Michel Dornhege wird die Jugendfeuerwehr als weiterer, stellvertretender Jugendwart verstärken.
Polich dankte Kremer für die Vornahme der Ehrungen und Beförderungen und für die gute, vertrauensvolle und unterstützende Zusammenarbeit im letzten, als auch den Jahren zuvor, mit einem dicken Blumenstrauß.
Eine besondere Überraschung zum Abschluss der Ehrungen hatte der stellvertretende Kreisbrandmeister Peter Fenkl im Gepäck. Er zeichnete den Hauptbrandmeister Wolfgang Schmitt für seine vielen aktiven Dienstjahre und sein Engagement mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes aus.
Traditionell gab an diesem Abend auch die Vorsitzende des Fördervereins des Löschzugs Pulheim, Susanne Remacly, einen Rückblick auf das vergangene Jahr. So standen hier wieder einige Aktivitäten an, wobei der Pulheimer Barbaramarkt wie immer eine Zeit war, der die besondere Anstrengung aller Mitglieder und Unterstützer forderte. Aus diesen Einnahmen konnten unter anderem der Jugendfeuerwehr ein neuer Faltpavillon und für alle Mitglieder Wintermützen angeschafft werden. Sie dankte den in diesem Jahr ausgeschiedenen Vorstandskolleginnen Maike Düsterwald und Michaela Guhlke für deren Vorstandstätigkeit und Pascal Porzig und Alexander Hindrichs, dass diese sich dieser Aufgabe angenommen haben.
Nach der Rede Remaclys konnte der Gastgeber, Löschzugführer Polich, zum inoffiziellen Teil des Abends wechseln und die Anwesenden zu einem gemeinsamen, warmen Buffet einladen. Unterhalten wurden die Anwesenden im Anschluss noch durch die Brauweiler Band „OMA“; eine Musikgruppe ehemaliger Schüler und Lehrer der Gesamtschule Brauweiler. Sie ließen in einem knapp einstündigen Programm mit bekannten Oldies, modernen Weihnachtsliedern und poppigen Musiktiteln, die Stimmung im Feuerwehrhaus noch einmal ansteigen, wobei ein Feuerwehrmann nicht umhinkam, mit dem Sänger der Band ein Lied von ABBA vorzutragen.
Nach dieser besonderen Einstimmung feierten die Feuerwehrmitglieder und Gäste noch bis in die tiefe Nacht bei Musik und vielen Gesprächen und ließen so das Jahr ausklingen.
Nach dieser besonderen Einstimmung feierten die Feuerwehrmitglieder und Gäste noch bis in die tiefe Nacht bei Musik und vielen Gesprächen und ließen so das Jahr ausklingen.